Olympische Premiere in Bonn

Eliteschule des Sports richtete in Kooperation mit der DOA einen offiziellen Olympic Day aus

Schulkinder beim Rollstuhlbasketball
Eine der Aktionen: Rollstuhlbasketball. © DOA

Seit vielen Jahren ist das Tannenbusch-Gymnasium aus Bonn bei den Olympic Days der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) in Köln vertreten. Nun hat die Eliteschule des Sports, die zugleich offizieller Kooperationspartner des Olympiastützpunktes NRW/Rheinland ist, am 4. Juli 2024 eine eigene Veranstaltung auf ihrer Sportanlage ausgerichtet. Die DOA unterstützte das Programm für die Sekundarstufe I mit ihrer Expertise und stellte Banner, T-Shirts sowie Lehrmaterialien bereit.

Das Motto: „Let’s Move and Celebrate“

Zusätzlich zu der gymnasialen Laufbahn bietet die Schule in der alten Bundeshauptstadt vielfältige Bildungsprofile: Neben kreativen bis naturwissenschaftlichen Ausrichtungen werden insbesondere Sportklassen intensiv gefördert.

Wichtig für alle Schüler*innen ist die konsequente Integration sozialer Kompetenzen, ausgeprägter Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten. Dies belegen nicht zuletzt die Vorbereitungsklassen am Tannenbusch-Gymnasium, in denen Flüchtlingskinder an die deutsche Sprache und den regulären Unterricht herangeführt werden. Viele von ihnen kommen aus der Ukraine, aber auch aus Afghanistan, Kenia und Syrien – hier kann der Sport als gemeinsame Sprache dienen, wie der Olympic Day bewies.

Egal ob 5., 10. oder Vorbereitungsklasse: Alle Schüler*innen begeisterten sich gemeinsam für die zahlreichen Programmpunkte. An den knapp 20 Stationen standen aktive Leistungssportler*innen des Gymnasiums, Trainer*innen oder Lehrkräfte bereit, um die Teilnehmenden anzuleiten. Auf ihren Stationsbögen konnten sich die Schüler*innen einen Stempel setzen lassen, wenn sie die jeweilige Mitmachaktion absolviert hatten. Zum Angebot gehörten u. a. Badminton, Fechten, Leichtathletik, Rollstuhlbasketball und Taekwondo.

Gerade die Kampfsportart ist einer der erfolgreichsten Disziplinen am Tannenbusch-Gymnasium. Ein Beispiel: Yanna Schneider, die hier ihr Abitur gemacht und 2012 bei der U18-Weltmeisterschaft in Sharm El-Sheik (Ägypten) als Schülerin Gold gewonnen hat. Beim Olympic Day motivierte die mehrfache Deutsche Meisterin, die Wirtschaftspsychologie studiert hat und dem TABU als Coach verbunden geblieben ist, den Nachwuchs für Taekwondo. Ein Überblick der Athlet*innen, Coaches, Koordinator*innen und Disziplinen des Sportzweiges findet sich hier.

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    Die Schüler*innen der Klassen 5 bis 7 waren nach dem Olympic Day hellauf begeistert. © DOA
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    Am Eingang der Sporthalle wurden die Schüler*innen mit der Plakatausstellung der Deutschen Olympischen Akademie begrüßt. © DOA
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    Im Anschluss konnten sie ihr frisch angelesenes Wissen bei einem Olympic Quiz testen, das mit dem Lernspiel "Kahoot!" von den Lehrer*innen aufbereitet worden war. © DOA
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    Natalie Danielz, die normalerweise Biologie und Chemie unterrichtet, leitete die Schüler*innen durch das Olympic Quiz. © DOA
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    Digitaler Unterricht: An Tablets der Schule nahmen die Kinder am Quiz teil. © DOA
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    Beim Rollstuhlbasketball lernten die Schüler*innen den Para Sport kennen. © DOA
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    Yanna Schneider (r.) war mit ihrem Taekwondo-Verein in Tannenbusch vertreten. © DOA
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    Beim Fechten wurden die Teilnehmenden vielfach gefordert: Mit einer VR-Brille konnten sie in digitale Welten eintauchen, ... © DOA
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    ... mit Training-Lights ihre Reaktionen testen und ... © DOA
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    ... die Sportart unmittelbar – sprich: analog – ausprobieren. © DOA
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    Auch die Nationale Anti Doping Agentur war mit einem Infostand vertreten. © DOA
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    Sebastian Wagner (m.), der Organisator des Olympic Day in Tannenbusch, war mit der Premiere höchst zufrieden. © DOA
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Olympische Fallstudie für andere Schulen

Sebastian Wagner, der als Koordinator des Sportzweigs den Olympic Day im Lead organisiert hatte, zog noch vor Ort ein positives Fazit. Dabei blickte er bereits in die Zukunft – zur zweiten Runde in Tannenbusch?

„Die Euphorie war von Beginn an spürbar“, hielt auch Peter Fegers fest, der die DOA als Referent Kommunikation vor Ort vertrat. „Während die Klassen 5 bis 7 an den Stationen direkt durchgestartet sind, haben die Klassen 8 bis 10 zurückhaltender begonnen. Doch nach wenigen Minuten waren auch sie Feuer und Flamme.“

Zudem hätten auch die Lehrer*innen wie Michael Adelmann, Natalie Danielz oder Stephan Münstermann, die an den Stationen intensiv eingebunden waren, „pure Freude“ ausgestrahlt und für eine motivierende Atmosphäre gesorgt. „Das Tannenbusch-Gymnasium kann damit als Paradebeispiel für weitere Schulen dienen, die einen Olympic Day oder olympische Projektwochen ausrichten möchten“, schlussfolgerte er.