Miriam Welte wird DOA-Vorsitzende
Die Olympiasiegerin und Vizepräsidentin des DOSB übernimmt ab sofort den Vorsitz der Akademie
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| Die neue Vorsitzende: Miriam Welte. © DOSB |
Nachdem die langjährige Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie (DOA), Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, im vergangenen Jahr ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte, ist ihre Nachfolge geklärt: Miriam Welte, Bahnrad-Olympiasiegerin in London 2012 und Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), übernimmt mit sofortiger Wirkung den Vorsitz der Bildungseinrichtung im Haus des Sports in Frankfurt.
Umfassende Erfahrungen in Sport und Politik
Der achtköpfige DOA-Vorstand wählte die Funktionärin am vergangenen Mittwoch. Für Welte sprechen gleich mehrere Argumente: Als langjährige Team D-Athletin, die auf zahlreiche Titel bei Welt- und Europameisterschaften zurückblicken kann, kennt Welte das System des Leistungssports aus eigener Erfahrung und aus nächster Nähe. Bei den Olympischen Spielen 2012 gewann sie gemeinsam mit Kristina Vogel die Goldmedaille im Teamsprint und prägte damit eine der erfolgreichsten Phasen des deutschen Bahnradsports. Für ihre herausragenden sportlichen Leistungen und ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Silbernen Lorbeerblatt.
Mit ihrer Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Leidenschaft für den Sport bringt Miriam Welte beste Voraussetzungen mit, um die Arbeit der Deutschen Olympischen Akademie künftig mitzugestalten. Als DOSB-Vizepräsidentin engagiert sich die Polizeihauptkommissarin seit 2021 auch politisch in Sportdeutschland, seit 2023 ist sie bereits DOA-Vorstandsmitglied. An den Veranstaltungen der Akademie wirkte Miriam Welte seither in verschiedenen Rollen mit – etwa auf dem Podium beim 10. Biebricher Schlossgespräch oder in Gesprächsrunden des Deutschen Olympischen Jugendlagers (DOJL) Milano Cortina 2026.
Wegführender Wandel im Vorstand und in der Geschäftsstelle
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Vorstands, das ich zugleich als Wertschätzung und Arbeitsauftrag verstehe“, sagt Miriam Welte. „Wie auf unserer Mitgliederversammlung im Dezember betont, befindet sich die Deutsche Olympische Akademie in einem Prozess der strukturellen und strategischen Neuausrichtung, mit dem wir ihr Profil in Sportdeutschland als Kompetenzstelle für Wertebildung, Wissenstransfer und Kommunikation schärfen möchten. Die Neubesetzung des Vorsitzes ist ein zentrales Puzzlestück, dem weitere folgen werden.“
Welche Aufgaben jetzt auf sie warten und welche nächsten Schritte für die Akademie geplant sind, darüber sprach die Kaiserlauterin außerdem im Interview mit „Der Rheinpfalz“.


