Hamburg 2024: Anstoß und Zugpferd – auch für die Sportwissenschaft

DOA-Dialogforum im Rahmen des 22. Sportwissenschaftlichen Hochschultags der dvs

„Moving minds, crossing boundaries in sport science" lautete das Motto des 22. Sportwissenschaftlichen Hochschultags der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 1. Oktober in Mainz. In Bewegung kommen, Grenzen und Hürden überwinden, Gedanken und Gemüter anregen – das wollen auch die Befürworter von Hamburg 2024. Und so passte der Titel „Spiele im Dialog – Die Bewerbung Hamburgs um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024" perfekt in den abgesteckten Rahmen.

Das Dialogforum der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) sollte den Vertreterinnen und Vertretern aus der Sportwissenschaft als Plattform für einen offenen Diskurs dienen, der angesichts der letzten, gescheiterten Anläufe, Olympische Spiele nach Deutschland zu holen, auf breiter Basis angestrebt wird. In ihrer Begrüßung betonte Prof. Gudrun Doll-Tepper (Vorsitzende der DOA), dass eine Olympiabewerbung Deutschlands eine große Herausforderung sei, die auf eine breite öffentliche Unterstützung angewiesen ist. „Nur gemeinsam können wir die Vision vorantreiben", bekräftigte auch Prof. Kuno Hottenrott (Präsident der dvs) in seinem Grußwort.

Im weiteren Verlauf gaben Pascal Roller (Vertreter der Bewerbungsgesellschaft), Dieter Gruschwitz (Leiter der Hauptredaktion Sport des ZDF) und Hottenrott in ihren Vorträgen verschiedene Anstöße zu Chancen und Risiken einer neuerlichen deutschen Bewerbung.

Welche besonderen Vorzüge einer deutschen Bewerbung in den Vordergrund zu rücken seien, darüber gab es verschiedene Ansichten. Während Roller die Nähe des deutschen Konzepts zur Agenda 2020 betonte und Aspekte der Nachhaltigkeit herausstellte, vertrat Gruschwitz den Ansatz, sich auf originär deutsche Stärken wie die perfekte Organisation von Events zu konzentrieren, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung der deutschen Bewerbung hob der Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport die innere Kraft der Olympischen Spiele und die Faszination, die sie immer noch ausüben, hervor.

Klar ist für alle Beteiligten gewesen: Verschiedene Blickwinkel können dem Bewerbungsprozess helfen, die Erfolgsaussichten zu stärken. Hierbei ist auch die Sportwissenschaft gefordert, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Spiele in Deutschland seien „eine große Chance für die dvs", wie Hottenrott unterstrich, der besonders im Bereich der Paralympischen Spiele noch großes Entwicklungspotenzial sieht. Die Sportwissenschaft könne darüber hinaus „zu einem guten Medaillenspiegel beitragen".

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